Playlist mit Mixed Styles





Interview mit Cliff Coenraad




Interview mit Cliff Coenraad beim HeavensGate after Loveparade Dortmund (19.07.2008)

Samstag, der 19. Juli 2008: In Dortmund ist die Hölle los. Gesperrte Straßen, Polizei an jeder Ecke, Krankenwagen und unglaublich viele Menschen sammeln sich mitten auf der Straße. Die Loveparade ist vorbei und nun heißt es: Afterparty. Dort hinzukommen war nicht so einfach, aber wir haben für euch keine Mühen gescheut und haben uns bis zum HeavensGate gekämpft. Unser Partnerlabel High Contrast Recordings hat uns dort exklusive Interviews ermöglicht.

Hier nun der zweite Teil unserer HeavensGate Interview-Reihe: Cliff Coenraad.

Noch bevor Cliff auflegte, sprachen wir mit ihm im Backstage Bereich. Es war gar nicht so einfach, ihn zu finden, aber irgendwann schafften wir es doch.

Draußen legt gerade Simon Patterson auf.

Verena: Danke, dass du dir Zeit nimmst für ein Interview mit TranceBase.FM.

Cliff Coenraad: Keine Ursache.

Verena: Zunächst einmal vielen Dank für das Dropin, das du für TranceBase.FM gesprochen hast. Kannst du dich kurz für die Community von TranceBase.FM vorstellen?

Cliff Coenraad: Ich bin Cliff Coenraad und lebe im südlichen Teil der Niederlande. Ich bin 26 Jahre alt und genieße das Leben und das Musizieren.

Verena: Hättest du jemals geglaubt, dass du so erfolgreich wirst, wie du jetzt bist?

Cliff Coenraad: Das ist eine schwierige Frage. Ich habe nie damit gerechnet. Man macht seine eigene Sache und man will sie mit anderen Leuten teilen und die Leute scheinen es zu mögen und dadurch wird man ... gewissermaßen berühmt. Es macht wirklich Spaß und ich habe nicht erwartet, dass es so kommt.

Verena: Ist es dir wichtig, deinen eigenen Stil durchzuziehen oder lässt du dich auch davon beeinflussen, was gerade „in“ ist?

Cliff Coenraad: Ich lasse mich von vielen verschiedenen Arten Musik beeinflussen. Ich höre Pop, Dance natürlich, Rock, einfach alles. Und all diese Dinge einfach zu kombinieren, das erzeugt die Musik, die ich momentan mache. Es ist also einfach ein bisschen von allem.

Verena: Was gefällt dir am besten am DJ-Dasein?

Cliff Coenraad: Die Menge zur eigenen Musik tanzen zu sehen. Das ist das wundervollste Gefühl, insbesondere, wenn man seine eigenen Tracks spielt. Wenn man Leute zu seiner eigenen Musik tanzen sieht, gibt einem das ein gutes Gefühl, und wenn man weiß, dass ein Track ankommt, dann weiß man, dass man auf dem richtigen Weg ist. Und das ist einfach cool.

Verena: Performst du lieber auf großen Trance Events oder in kleineren Clubs?

Cliff Coenraad: Ich mag beides gerne. Die großen Events sind riesig. Da sind so viele Leute und es ist großartig, sie alle fröhlich zu sehen. Aber die kleineren Clubs sind auch cool, denn man hat mehr Interaktion mit dem Publikum. Man sieht viele bekannte Gesichter und das ist auch wirklich cool. Aber ich könnte nicht entscheiden, was schöner ist.

Verena: Hast du überhaupt noch Zeit, um Events als ein normaler Gast zu genießen?

Cliff Coenraad: Ja. Ich besuche sehr viele Events, meistens in Holland. Ich gehe einfach mit ein paar Freunden hin und stelle ihnen eine andere Art Musik vor.

Verena: Du hast also nirgends Probleme mit der Masse an Fans?

Cliff Coenraad: Nein, es ist kein Problem. Es macht Spaß, Leute zu treffen, die mich kennen, weil ich dann weiß, dass sie die Musik schätzen, die ich mache.

Verena: Was willst du in den nächsten zehn Jahren erreichen?

Cliff Coenraad: Solche Ziele habe ich nicht. Ich will einfach das tun, was ich momentan mache, ich will das fortsetzen. Und einfach meine eigene Musik entwickeln, das reicht. Ich weiß nicht, wie ich es erklären soll, aber ich liebe die Arbeit, die ich momentan mache, und ich hoffe, dass ich noch zehn oder vielleicht zwanzig Jahre so weitermachen kann oder bis ich 56 bin.

Woody van Eyden betritt den Raum und schreit „who let the dogs out?“. Er nimmt einen Apfel aus der Schale, die auf dem Tisch steht, pfeift und wirft ihn uns entgegen. Dieser landet schließlich auf dem Tisch und rollt runter.

Woody van Eyden: Is this the Happy Hour?
Cliff Coenraad: Happy interview hour!
Woody van Eyden: Excusez-moi!

Er verlässt den Raum und lässt uns wieder allein. Wir mussten alle sehr über diese amüsante Unterbrechung seitens Woody van Eyden lachen.

Verena: Mit welchem DJ würdest du gerne mal zusammenarbeiten?

Cliff Coenraad: Das ist eine interessante Frage. Ich weiß es eigentlich nicht. Ich habe schon mit einigen zusammengearbeitet und ich habe was in Vorbereitung mit ein paar anderen DJs. Aber ... Marco V ... Ich sehe immer zu ihm auf, weil er immer sein eigenes Ding durchzieht. Und das ist der Grund, warum es wirklich schön war, dass ich „Filthy Ripper“ auf In Charge Records veröffentlichen konnte. Vielleicht können wir irgendwann in der Zukunft zusammenarbeiten. Ich weiß nicht, ob es möglich ist, aber es wäre schön.

Verena: Welcher Trance-Classic ist dein Alltime-Favorit?

Cliff Coenraad: Ich kenne viel gute Musik und es ist schwer, einen Lieblings-Classic auszuwählen. Ich weiß es nicht. Es gibt zu viel gute Musik da draußen und ich liebe Trance wie er damals 98/99 war, aber ich liebe auch Trance von 2001/2002. Ich kann mich nicht entscheiden, welcher Track mein Alltime-Favorit ist.

Draußen legt Simon Patterson nun „Talla 2XLC vs. Sean Tyas - Heart To Heart” auf.

Verena: Trance ändert sich ständig. Momentan ist Trance ein bisschen verflochten mit Electro-Elementen. Glaubst du, das geht so weit, dass man nicht mehr entscheiden kann, ob es sich um Trance oder Electro handelt?

Cliff Coenraad: Ich glaube Trance entwickelt sich immer weiter. Ich weiß nicht, wohin die Entwicklung geht, aber ich weiß, dass sich viele Styles vermischen und es schwierig ist, die Musik in Genres aufzuteilen. Gute Musik ist gute Musik. Ich denke, es wird einen Punkt geben, an dem Musik einfach eins ist und man sie nicht mehr benennen kann. Ich vermute, das wird irgendwann in zehn Jahren oder vielleicht später sein.

Verena: Spielst du für die deutschen Trance-Fans einen bestimmten Style?

Cliff Coenraad: Nein. Ich spiele einfach was ich für gute Musik halte, denn ich will mit den Leuten teilen, was ich mag und was meine Art von Musik ist. Ich spiele einfach viel unterschiedliche Musik und ich liebe es, alles zu vermischen. Meistens wird das vom Publikum sehr geschätzt. Man muss seinen eigenen Style entwickeln und ich denke, das funktioniert momentan ganz gut. Deswegen spiele ich überall die gleiche Musik.

Verena: Das war unser kurzes Interview für TranceBase.FM. Vielen Dank und viel Glück für deine Zukunft!

Natürlich mussten wir auch mit Cliff Coenraad nach unserem Interview ein gemeinsames Foto machen.

peaceee, Cliff Coenraad & milcine


Cliff Coenraad
Grafik: frAxX
High Contrast Recordings
 English version
Am 05.12.2008 um 22:00 Uhr von milcine


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  #10   BacardiBreezer 13.02.2009 20:10   
Hallo Leute von TranceBase.FM...
Ich habe einen Musikwunsch...wo kann ich diesen Wunsch abgeben?
Zum anderen...dieser Sender is einfach nur der Hammer.

mfg...ständiger Zuhörer von TranceBase:FM der Pierre -André aus Berlin
  #9   tumba 14.12.2008 21:45   
2 gute interviews bis jetzt, bin gespannt auf die nächsten 2!
  #8   NOiZEE 10.12.2008 18:29   
Der Cliff hat Recht. Die Styles werden immer mehr verschmelzen, es fällt ja jetzt teilweise schon schwer bestimmte Tracks einzuordnen.
Auch teile ich seine Meinung, was den Style des Auflegens angeht. Sich nicht zu prostituieren, sondern den Leuten seinen Sound zu präsentieren.
Wieder ein tolles Interview Rena ... looking forward to more :D
  #7   jiN 07.12.2008 22:40   
Cooler Typ, was man so von ihm liest.
Scheint sehr natürlich und lässig zu sein, auf jeden fall sehr sympatisch :)

Nettes Interview (=
  #6   Manuel Paseo 05.12.2008 23:46   
Sehr schönes Interview. Aber das Renchen die Interviews im ganz großen Stil durchführt konnte ich vergangenes Wochenende selber Live feststellen.

Weiter so kurze!!! *thumbs up*
  #5   milcine 05.12.2008 23:30   
also vorbereitet habe ich mich auf jedes interview ;). bis auf das mit menno de jong, weil das ungeplant kam. bei cliff war einfach im juli das letzte release schon länger her und das neue in weiter ferne, darum gab es da irgendwie nichts so sehr aktuelles ;).
  #4   Trippy 05.12.2008 23:23   
Wieder informatives Interview, aber das mit Ronald van Gelderen hat mir besser gefallen, weil die Fragen spezieller gestellt waren. Kanns sein, dass ihr euch nicht so sehr auf das Interview vorbereitet habt/vorbereiten konntet? Die Fragen sind halt nicht auf ihn zusammengeschnitten, hätte man auch andere DJs das selbe fragen können, aber trotzdem vielen Dank, dass ihr diese Interviews durchführt und informativ ist es ja auch.
  #3   Blue Moon 05.12.2008 23:16   
Schönes Interview, und die Aussage von ihm mit der Weiterentwicklung find ich stark, so Worte nicht nicht jeder in den Mund, viele sind darauf verbissen, das zu produzieren, was gerade in ist, weil es Kohle bringt, bei ihm merkt man an dieser Haltung, daß er es der Musik wegen macht. Respekt! Mehr von seiner Sorte bitte.....
  #2   Tyten 05.12.2008 23:08   
lol geil :D
gutes interview rena :D
  #1   Pascal Saphira 05.12.2008 22:46   
wieder ein Top Interview, mein Schatzilein :)

muss mich hier so über die Szene mit Woody kaputt lachen xD

göttlich




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