Playlist mit Mixed Styles

Galimar - Sunshine On A Rainy Day
Tracks




Interview mit DDei&Estate




Hi Daniel und Martin! Mein Name ist Sebastian und ich möchte mich zunächst einmal sehr herzlich für euer Interesse an einem Interview mit unseren Radioprojekten bedanken! :-) Ihr Beide seid noch junge 21 Jahre alt und produziert dementsprechend auch erst seit zwei Jahren Bigroom- und Progressive-House. Was war der Auslöser, der EDM-Szene als Produzenten beizutreten?

Es war im Grunde nie ein bewusster Entscheid für Progressiv oder Bigroom. Wir haben immer schon produziert, was uns am meisten Spaß macht. Ab und an machen wir auch Tech House, House und schreiben durchaus mal einen Track für Orchester. Das was die Leute heute unter EDM verstehen ist ja nicht alles elektronisch produziertes Tanzbares, was ja EDM eigentlich heißt, sondern diese generic Festivalsounds. Wenn es einen Auslöser gab, dann waren es die Leute und die Energie auf den Festivals, die so ein Sound erzeugt. Das begeistert uns und führt wahrscheinlich dazu, dass wir das heute gerne produzieren – aber eben nicht ausschließlich.


Wer eure Tracks kennt weiß, dass diese absolut festivaltauglich sind. Woher nehmt ihr die Expertise, nach so kurzer Zeit schon so gut produzieren zu können?

Es freut uns immer wahnsinnig, wenn wir so etwas hören. Wir würden nie auf die Idee kommen das Expertise zu nennen und wir können die Frage auch nur mit Mutmaßungen beantworten. Es liegt vielleicht daran, dass wir in unserer Freizeit nicht viel anderes hören und wirklich mit Leidenschaft bei der Sache sind. Wir verdienen damit kein Geld, das ist uns aber auch nicht wirklich wichtig. Uns ist es wichtig, dass Leute unsere Musik hören und (bitte auf legalen Wegen :D) verbreiten, entweder durch aktiven Support als DJ’s, oder durch Spotify-Playlisten, Weitererzählen etc. Vielleicht ist es diese Einstellung, die uns dazu leitet, unsere Tracks so gut es geht zu produzieren, einfach weil wir den Leuten eine Freude bereiten wollen mit unserer Musik. Umso schöner ist es zu wissen, dass unsere Musik  auch als professionell von anderen wahrgenommen wird.


Gerade in 2014 habt ihr richtig viel released: Singles wie „Back In USA“, „Celts“ oder „Bang Bang“ sowie eure Remixe, wie der zu „Infinity Reloaded“, tauchen in den Sets der absoluten Szenegrößen auf. Welches eurer Werke gefällt euch denn bisher selbst am besten?


Am interessantesten war es definitiv „Celts“ oder „Notice Me Senpai“ zu produzieren. Die Einflüsse anderer Kulturen in die Musik zu verweben hat großen Spaß gemacht und viel Inspiration für weiteres geliefert. „Back In USA“ ist definitiv einer unserer Favoriten, und wir freuen uns über das starke Remixpack was dazu kommt :)


EPs wie „Ocarina“, „Animals“ oder „Tsunami“ waren es, die bis dato relativ unbekannten Künstlern zu Weltberühmtheit verhalfen. Wie fertigt man ein solches Stück an, wenn man selbst an die Spitze will? Was für eine Rolle spielt Glück?

Im Falle von „Animals“ war es einfach Garrix’ Vorteil, dass er schon lange bei Spinnin’ dabei war. Dementsprechend hatte er natürlich die bestmögliche Plattform um „Animals“ zu vertreiben. Glück spielt insofern eine Rolle, als dass man die richtigen Kontakte zum richtigen Zeitpunkt braucht. Es ist leider Fakt, dass die Labels heute bei den Massen von Produzenten, die sich eine Zukunft in der Musik erhoffen, nicht mehr nachkommen. Dabei gehen auch potentielle Talente verloren und der klassische Weg für kleine Künstler auf große Labels, über Demos und A&R’s wird immer seltener.



Könnt ihr uns Näheres zu einem Erscheinungsdatum eures heiß erwarteten Remixes von „Jay Frog & KLC - Tzzzz“ verraten?

Momentan arbeiten wir mit Sony daran, den Track umzugestalten. Für alle Fans des Instrumentals können wir gute Nachricht geben; es wird einen Release geben, leider aber ohne das Thema von Gigi D’Agostino. Das liegt leider daran, dass uns der Remixauftrag zu spät erreicht hat und Kontor den Remix nur noch über den Promopool, zeitig zum Release der EP, veröffentlichen konnte. Es wird aber Ersatz folgen mit einem Thema, dass sicherlich auch überzeugen wird. :)



Was gibt es Interessantes bezüglich des Projekts „Ares“ zu berichten? :-)

"Ares" zu produzieren hat uns super viel Spaß gemacht. Duhrty Harrie ist super talentiert. Die Collab kam im Grunde ganz einfach zu Stande. Harrie hat uns mit einer grob skizzierten Idee angeschrieben, ohne dass wir ihn vorher kannten oder sowas. Die Idee hat uns überzeugt und wir haben angefangen den Track auszuproduzieren. Wir hätten gerne mehr von solchen Leuten, die mit guten Ideen zu uns kommen; einfach um diejenigen zu unterstützen, die mit guten Ideen in der Masse von Produzenten untergehen. Wir sind da keinesfalls so, dass wir sagen, wir arbeiten nur mit namhaften Produzenten zusammen. Einfach eine Nachricht mit der Idee an uns und selbst wenn es dann nicht reicht, dann gibt es ehrliches Feedback mit Tipps zu Verbesserungen, sofern die Zeit dazu reicht :)


„2013 was practice, 2014 was the warmup, 2015 is gonna be game time“ - das sind eure Worte. Was können wir denn in diesem Jahr von euch erwarten?

Dieses Jahr setzen wir mehr auf Qualität als auf Quantität. Es ist einfach so, und das müssen wir uns als Fehler eingestehen, dass wir letztes Jahr zu viele Veröffentlichungen hatten. Um einige war es dann einfach schade, dass man nicht richtig Promo betreiben konnte, weil die nächste Platte schon in den Startlöchern stand. Außerdem setzen wir dieses Jahr weniger auf generic Bigroom House, mehr auf Melodie und Groove. Natürlich nicht ganz ohne Festival Sound aber definitiv weniger als in 2014. Wir wollen dieses Jahr einfach reifer angehen und aus den Erfahrungen aus 2014 und -13 lernen und wir haben schon einige Knaller bereit – freut euch drauf!


Gibt es einen krassen Fail bei einem eurer Gigs, über den genug Gras gewachsen ist, als dass ihr ihn uns zum Besten geben könntet?

Das nicht. Nicht weil wir so unglaublich gut auflegen (:D) – sondern weil wir noch nicht so wahnsinnig viele Gigs hatten, wenn man jetzt mal von unseren Residencies absieht. Das liegt einfach daran, dass wir beide Vollzeitstudenten sind. Deswegen ist uns so etwas bisher noch nicht passiert. Wir sind uns aber fast sicher, dass das noch kommen wird und ihr seid dann die ersten mit denen wir darüber sprechen. :D


Da freuen wir uns drauf!
„DDei“ - das kann man sich von deinem Namen, Daniel, gut ableiten. Aber Estate? Wie steht dieser Künstlername denn in Verbindung mit dir, Martin?


Ich liebe einfach den Sommer. DDei&Summer klingt aber verkehrt, deswegen haben wir es dann italienisch gemacht: DDei&Estate.


Habt ihr schon einmal von TechnoBase.FM oder HouseTime.FM gehört?

Absolut. Wir waren auch am Abend eures achtjährigen Bestehens im PM Moers und haben die Leute ein bisschen aufgewärmt.


…und könntet ihr euch vorstellen, vielleicht einmal ein Gastset auf HouseTime.FM zu spielen? ;-)

Super gern!


Daniel, Martin: Nochmals lieben Dank für eure Zeit! Mein Team und ich wünschen euch weiterhin viel Erfolg auf eurer vielversprechenden Karriere im Progressive-House und ein klasse verlaufendes Jahr 2015!


Vielen Dank :) Hat uns gefreut!


Zum Interview mit DVBBS!  
Zum Interview mit Jack Holiday! Grafik: Basti
Am 09.02.2015 um 16:00 Uhr von Basti


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