Playlist mit Mixed Styles

Mr. Vinx - Living On My Own
Tracks




Interview mit DVBBS




Hi Chris, hi Alex! Zunächst einmal möchte ich euch zweien ganz herzlich dafür danken, dass ihr euch für ein Interview mit unseren Radioprojekten zur Verfügung stellt! 2014 ist seit kurzem Vergangenheit - ein unglaublich gutes Jahr für euch beide! Wenn ihr euch nochmal die Erinnerungen der letzten 365 Tage durch den Kopf gehen lasst - welche war die beste?

Einen Einzelmoment aus all diesen fabelhaften Erfahrungen zu benennen ist wirklich schwer! Es war zum Beispiel echt der Wahnsinn, unseren Track „Gold Skies“ beim Ultra Music Festival zu spielen. Dann war es auch toll, an beiden Wochenenden des Tomorrowlands aufzulegen. Generell jedes Festival, auf dem wir während des vergangenen Jahres ware, war super!


Seitdem „Tsunami“ an die internationalen Chartsspitzen geklettert ist und euch in die höchsten Sphären der EDM-Musik katapultierte ist gerade einmal ein Jahr vergangen. Verratet uns eurer Geheimnis hinter eurem andauernden Erfolg.

Es ist dermaßen verrückt, dass so viel in nur einem Jahr geschehen kann! Ich (Chris) denke, unser Erfolg beruht hauptsächlich auf der Tatsache, dass wir in relativ kurzer Zeit so einige Songs produziert haben, die gut ankamen. Natürlich war da „Tsunami“, aber danach produzierten wir „Gold Skies“ mit Martin Garrix und Sander van Doorn sowie „Stampede“ mit Dimitri Vegas & Like Mike, die übrigens allesamt klasse Jungs sind. Wir haben es geliebt mit denen zusammen zu arbeiten.


Noch vor einiger Zeit habt ihr Rockmusik produziert (wie es eure Frisuren vermuten lassen (sorry! ;-)). Was war der Auslöser für euch, zur EDM überzugehen?

Da gab es nicht wirklich einen bestimmten Auslöser, der uns per se dazu brauchte. Es ist nur so, dass die EDM-Szene in der letzten Zeit solch explosive Wachstumsraten verzeichnete, dass dies nur schwer unbemerkt an einem vorbeigehen konnte. Wir beide sind auch schon bevor wir mit dem DJing angefangen haben zu Raves gegangen; komplette Außenseiter waren wir also nicht. Nach einer Weile entschieden wir uns also dazu, es mal in diesem neuen Bereich zu probieren, was sich am Ende als sehr gute Entscheidung entpuppte. Oh, und wir werden unsere Frisuren natürlich beibehalten!


2014 tauchten eure Namen zum ersten Mal überhaupt im DJMag Top100-Voting auf: Wie fühlte sich das an, von einem Moment auf den anderen auf Platz 20 zu stehen?

In diesem Augenblick, als wir die Nachricht darüber erhielten auf Platz 20 gelandet zu sein drehten wir völlig durch. Das ist so unglaublich! Martin Garrix zum Beispiel machte es vorletztes Jahr auf Platz 40, und nun sind wir auch erstmalig in dem Voting aufgeführt und das auf Platz 20 - zweimal so gut wie er, haha - alles nur Spaß natürlich! Es ist echt ein unbeschreibliches Gefühl, aber vor allen Dingen ist es richtig richtig geil!



Ihr sagtet einmal, es sei eure Aufgabe der Welt „Raveologie“ zu lehren. Könnt ihr uns einen kurzen Abriss darüber geben, welche Qualitäten der typische Raver mit sich bringen muss?

Wir würden es wirklich nicht wollen, dass es einen ganz „typischen Raver“ gibt - ein Raver können alle möglichen Menschen sein. Aber ich nehme an, dass man eine ziemliche Menge an Energie besitzen muss, wenn man unsere Shows wirklich komplett auskosten will. Und auf jeden Fall muss man offen und tolerant gegenüber allen anderen Menschen in der Crowd um einen herum sein, denn wenn man das nicht ist wird man keine unvergessliche Zeit bei einem solchen Konzert erleben. Also so einen „perfekten Raver“ gibt es nicht direkt. Für uns ist es nur wichtig, dass die Leute auf den Gigs eine super Erfahrung sammeln und diese mit den Personen teilen, die um sie herum feiern - egal ob man diese kennt, oder nicht!


Euer neuster Track „Pyramids“ entstand in Zusammenarbeit mit Dropgun und Sanjin, „We Were Young“ hingegen stammt allein aus eurer Feder. Wo liegen die Vor- und die Nachteile wenn man mit mehreren Künstlern zusammen produziert?

Mmmh, das mag jetzt seltsam klingen aber die Nachteile wandeln sich gewissermaßen zu Vorteilen, wenn man erstmal am Produzieren ist. Vielleicht sind die Vorstellungen der Einzelnen erstmal ziemlich unterschiedlich, aber wenn man dann erstmal auch mit den Sounds der anderen herumspielt anstatt nur mit den eigenen gibt es meistens echt gute Endresultate. Es ist sehr wichtig, einen kritischen Blick auf die eigene Arbeit zu werfen, weil wenn man das nicht tut verstrickt man sich schnell in den persönlichen Ideen. Man braucht jemanden, der einem beim Produzieren im Zweifel auch mal sagt, dass etwas scheiße ist was man sich hat einfallen lassen - und das passiert bei solchen Kollaborationen generell die ganze Zeit über. Nichtsdestotrotz schafft man es natürlich auch manchmal, einen magischen Track alleine zu produzieren.


Auf euren Gigs springt ihr oft herum, als würdet ihr komplett durchdrehen. Ihr spielt eure Musik nicht einfach nur, ihr lebt sie! Ich nehme an, dass dies auch eure Fans erreicht. Wo nehmt ihr die dafür nötige Energie eigentlich her?

Wie du schon früher sagtest kommen wir ja aus der Rockszene und wie du wahrscheinlich weißt, tendieren auch die dortigen Shows dazu, ziemlich abzugehen. Das ist eine ziemlich coole Sache: Wegen unseres Backgrounds haben wir gewisse Erfahrung darin, das Mikro mitten in einer Show auch mal zu packen und diverse andere Rock-Aspekte wie das Herumspringen miteinfließen zu lassen. Wir haben in letzter Zeit auch mehr und mehr Songs mit Vocals produziert, weil das gut zu unseren Shows passt.


Habt ihr als Brüder eine gewisse Rollenverteilung wenn ihr auf Tour oder im Studio seid?

Ja, wir zwei wissen was unsere jeweiligen Stärken sind. Alex ist hauptsächlich derjenige von uns, der hinter den Melodien der Tracks steht während Chris wirklich gut ist was das technische und rhythmische anbelangt - wir ergänzen uns also super im Studio! Auf unseren Touren ist es einfach eine einzige gemeinsame Achterbahn aus Spaß, die wir herauf- und herunterfahren. Hinter den Decks und am Mikro sind wir beide gut, sodass es während unseren Performances egal ist, wer gerade was macht.


Dimitri Vegas, Like Mike, Martin Garrix, Steve Aoki, Deorro, Tiesto und all die anderen EDM-Freaks scheinen euren Weg oft irgendwo auf der Welt zu kreuzen. Wenn man euren Facebook-Postings folgt scheinen diese Wiedervereinigungen ziemlich lustig zu sein…? ;-)

Auf jeden Fall, die erwähnten Jungs sind auch wirklich alle coole, auf dem Teppich gebliebene Kerle und ich denke auch, dass das der Grund für deren Popularität ist. Wir treffen uns alle tatsächlich unabhängig voneinander ständig irgendwo auf der Welt wieder und feiern dann zusammen und rasten gemeinsam auf unseren Gigs aus, was glaube ich ein ziemlich schönes Privileg ist, das wir als DJs teilen! Wir sind sehr sehr gute Freunde geworden, und wer würde es nicht lieben mit seinen engsten Freunden um die Welt zu reisen?


Wenn ihr für den Rest eures Lebens auf eine einsame Insel geschickt werden würdet - welche drei Dinge würdet ihr mitnehmen?

Wir würden definitiv unser DJ-Equipment mitnehmen, sodass wir diesen Platz richtig auseinandernehmen könnten - auch wenn es da wahrscheinlich kein Publikum gäbe…dann würden wir uns etwas Gras zum Relaxen mitnehmen und zu guter Letzt würden wir ein Bett mitnehmen, damit wir nicht im Sand schlafen müssten!


Euerer Meinung ist die schönste Frau der Welt…

…natürlich unsere Mutter!



Als witziges Vorurteil assoziiert ihr mit Deutschland…

…Oktoberfest!


Erzählt uns abschließend ein bisschen über eure Pläne für das neue Jahr. Können wir mehr Singles, Gigs und vielleicht sogar ein Album erwarten?

Ja, wir werden uns jetzt erstmal zurück ins Studio begeben. Aktuell sind wir dabei eine ganze Palette an Tracks zu schreiben und zu produzieren; da werden garantiert ein paar große Releases fürs neue Jahr dabei sein. Was die Gigs angeht wird es wahrscheinlich genauso verrückt weitergehen wie es jetzt schon ist. Ich meine, wir haben 2014 über 200 Shows gespielt, also kann es eigentlich gar nicht mehr viel mehr werden, wenn wir nicht jeden Tag eine in unserem Kalendar hätten. Trotzdem können wir noch mehr erreichen und das werden wir definitiv probieren!



Chris, Alex: Viiiielen Dank nochmals für euer Einverständnis, meine Fragen zu beantworten! Wir wünschen euch nur das Beste für eure weitere Karriere und die Zukunft, Jungs!


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Am 11.01.2015 um 16:00 Uhr von Basti


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