Playlist mit Mixed Styles





Interview mit Jack Holiday




Hi Christian! Zunächst möchte ich mich sehr herzlich bei dir im Namen der Radioprojekten rund um TechnoBase.FM dafür bedanken, dass du uns in einem Interview Rede und Antwort stehen wirst. Das Ende von 2014 kommt aktuell in großen Schritten näher - was waren rückblickend betrachtet deine persönlichen Jahreshighlights?
 
Da gibt es so das eine oder andere Highlight. Neben meiner Asientour, die ich spielen durfte, waren es die zahlreichen anderen Gigs in Europa die mich mit positiver Energie erfüllt haben und mir in guter Erinnerung bleiben werden. Dann kommen noch die zahlreichen Releases dazu – unter dem Strich kann man sagen, 2014 war ein cooles und positives Jahr.

2014 warst du an der Entstehung von mehr als fünf Tracks beteiligt. Kann es ein besseres Gefühl geben als zu sehen, wie die Leute in Discotheken und auf Festivals auf die eigene Musik abgehen?


Das ist sicherlich die Bestätigung dass man den richtigen Job im Studio macht. Es ist aber immer wieder ein Ringen mit sich selber wenn man seinen eigenen Track zum ersten Mal vor Publikum spielt und nicht weiß, ob er ankommt – stell dir mal vor, alle stehen rum und buhen dich aus. :-)

Bei deinen Gigs bist du oft mit einer übermäßigen LED-Brille zu sehen - das sieht ja fast noch verrückter aus als Mike Candys’ gelber Smiley-Helm. Was hat es damit auf sich? Ist das Gerät „Marke Eigenbau“?

Ich und mein Management wollten einen sogenannten UAP für mich entwickeln damit eine visuelle Brücke zwischen dem Namen Jack Holiday und meiner Musik entsteht. Anfänglich planten wir an einem LED-Kostüm und schlussendlich einigten wir uns auf die Brille, da ich bereits seit geraumer Zeit Jack Holiday-Sunglasses an meinen Gigs als Give Away verteilt habe und das Konzept so weiter gesteigert werden konnte. Zusammen mit zwei Studenten, die Elektronik studieren, haben wir dann die Brille entwickelt. Nach 5 Monaten harter Arbeit war die Brille dann fertig, jedoch fehlte noch eine passende Software um diese anzusteuern und zu bedienen. Diese wurde dann von einem Freund der beiden Studenten entwickelt und damit war das Projekt „JackAttack“ geboren.

Was kannst du uns zum Begriff „Jupiter“ verraten?

So nennt sich der kommende Track, welchen ich zusammen mit Mike Candys produziert habe. Release wird Ende Januar sein.

Du betreibst momentan ein intensives internationales Tourleben. An die Einwohner welchen Landes würdest du aufgrund deiner persönlichen Erfahrungen den Titel „Beste Partypeople“ vergeben?

Das kann man so pauschal nicht sagen. Egal in welchem Land man gerade ist, jede Nation feiert auf ihre eigene Weise. In Sachen Gasgeben sind die Russen schon die, die am längsten durchhalten. :-)

Um noch einmal kurz auf deinen Kollegen und Freund Mike Candys zurückzukommen: Wo habt ihr zwei euch eigentlich kennengelernt und wie kam es zu der engen musikalischen Zusammenarbeit? Warst du schon vorher im Musikbusiness unterwegs oder habt ihr sozusagen gemeinsam dorthin gefunden?

Mike und ich sind nun schon seit mehr als 15 Jahren beste Freunde. Ich war damals bereits als Deejay unterwegs, spielte aber mehrheitlich in Bars und kleinen Cubs. Mike hatte für diverse Pop-Künstler produziert und irgendwann fiel die gemeinsame Idee, House-Musik zu produzieren. Da er noch keinen Künstlernamen hatte machte ich ein wenig Brainstorming und kam dann auf den Namen Mike Candys – welchen er nun noch bis heute nutzt. :) Dass unsere Freundschaft noch immer dieselbe wie früher ist liegt sicherlich daran, dass wir uns schon vor dem ganzen Hype und Tourlife bestens gekannt haben.

Welches Lied läuft aktuell bei dir in der Dauerschleife?

Ohne jetzt Eigenwerbung zu machen: „Mike Candys & Jack Holiday – Jupiter“.. und wenn’s mal was ruhigeres im Auto sein darf: „The Avener – Fade Out Lines“.

Lebst du von der Musik, oder hast du noch einen anderen Job?

Ich habe immer auf ein zweites Standbein gesetzt und nebenbei immer wieder Weiterbildungen gemacht. Aktuell bin ich Verkaufsleiter bei einem großen Schweizer Mobile-Unternehmen.

Einst hast du auch unter dem Pseudonym „Chris Crime“ für Aufsehen gesorgt - beispielsweise mit deinem wohl endgültigem Durchbruch, dem Remake vom berühmten „Insomnia“. Hast du diesen Namen ganz abgelegt, oder wirst du ihn vielleicht in Zukunft wiederverwenden?

Die guten alten Zeiten. :-) Aktuell habe ich ihn abgelegt, aber wer weiß, vielleicht krame ich ihn wieder einmal für eine Produktion aus dem Keller.

Wenn man ältere Songs von dir, wie „The Riddle Anthem“, „Show Me Love“ oder „Children“ mit deinen aktuellen Produktionen wie etwa „Popcorn“ vergleicht, muss man einen deutlichen Stylewandel in Richtung des aktuellen, festivaltauglichen und deepen Progressive-House feststellen. Ist dies der normale Gang der Zeit? Was macht jenen Musikstil momentan so unglaublich populär?


Als Musiker muss man sich immer wieder an den aktuellen Trends anpassen wenn man längerfristig erfolgreich bleiben will. Nur immer seinen eigenen Kopf durchzusetzen schadet einem früher oder später. Der aktuelle EDM-Trend ist aber definitiv vorbei und ich freue mich, wieder mehr den alten ursprünglichen Sound produzieren zu können. Mein nächster Single-Release („Jack Holiday – Yes“) geht genau dort hin – Back 2 the Roots. :-)

Welche Pläne hast du für das kommende Jahr 2015 und was können wir von dir erwarten?

Sicherlich diverse fette Releases da schon einige coole Collabs fix sind. Und wir sind bereits an der Arbeit für die LED Brille  2.0. So oder so, 2015 wird sicher ein positives und glückliches Jahr.


Christian, ganz herzlichen Dank für das Interview! Mein Team und ich wünschen dir und deiner Familie erholsame Weihnachtstage, einen guten Rutsch ins neue Jahr und weiterhin ganz viel Erfolg mit deiner Musikkarriere! :-)

Danke, das wünsche ich Dir ebenso! :-)


Zur offiziellen Facebook-Präsenz von Jack Holiday!  
Zum TechnoBase.FM-Interview mit Mike Candys! Grafik: Basti
Am 05.01.2015 um 16:00 Uhr von Basti


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