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#1   21.12.2009 12:33
merster 
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Qualitiätssicherung
Also ich muss jetzt auch einfach mal wieder meine Meinung sagen^^

Ich bin primär natürlich ein großer Fan der We aRe oNe-Community, und werde dies auch weiterhin bleiben. Doch im Zuge dessen liegt es auch in meinem (und sicherlich auch allgemeinem interesse), wenn Kritik geübt wird an den hier performanden DJs. Diese kann ja durchaus auch positiv sein. Es gibt soviele (meiner Meinung nach) großartige DJs hier in der Community, denen ich bei weitem nicht das Wasser reichen könnte (nur um als Beispiel zu nennen: Giga Dance, Mr. Jack-O, LadyCRUSH, etc etc...).

Diese besagten DJs und noch viele weitere gehören (zu meinen Favoriten und) zu den besten DJs hier auf der Plattform (besonders auf Hardbase fallen mir ständig deren Fertigkeiten im Umgang mit der Musik auf). Ich bezeichne diese Personen aber auch nicht ohne Grund als "beste DJs/DJanes" hier, denn sie bringen einfach das komplette Packet an Entertaiment (stimmige Moderation, Leidenschaft zur Musik), sowie hochwertigen Umgang mit dem Equipment mit. Sie zaubern Übergange auf den Stream, in exzellenter Qualität und meist fehlerlos [die wenigen Ausnahmen bestätigen die Regel ;-) ]

Jedoch gibt es auch sehr viele DJs, die eben NICHT diese Mischung an Qualität und Moderation vereinen. Dies gilt auch übergreifend auf z.B. Technobase. Es geht mir hier definitiv NICHT um ein Geplänkel alá "Der is schlecht, er soll weg!", sondern ich versuche hiermit nur darauf aufmerksam zu machen, dass hier einige DJs aufgenommen werden (oder bereits wurden), die (wiedermal meiner Meinung nach) nicht dem relativ hohem Standart von We aRe oNe nachkommen können. Grade was so sensible Themen angeht wie Übergänge, Moderation, Vorlesen von Wünschen und Grüßen, Implementierung von Effekten, etc... , gibt es hier große Differenzen.

Anbei sollte aber gesagt werden, dass auch letzteres (Implementierung von Effekten), von einigen (auch namenhaften) DJs hier überstrapaziert wird. So werden hier in verschiedenen Intervallen teilweise alle 16 Beats Effekte verwendet.

Hauptkritikpunkt ist für mich aber die Qualität der Übergänge.
Zunehmend höre ich viele junge, neue DJs auf Hardbase oder auch Technobase.fm , die nicht wirklich hochwertige Übergänge präsentieren können. Natürlich ist mir bewusst, dass ein Liveset etwas anderes ist, als ein Studiomix, dennoch nehme ich mich gerne als Referenz.
Ich bin ebenfalls ein Live-DJ, der mit VDJ und einer Console arbeitet. Ich weiß genau, wo Fehler auftreten können, und wieviel Erfahung manchmal von nöten ist, um ein gewisses Niveau erreichen zu können. Oft stelle ich jedoch derzeit fest, dass Übergänge mangelhaft sind.

Aber woran liegt das?
Ich bin Hobby-DJ, mit relativ einfachen Equipment und einer Stammhörerzahl von nur ca. 20 Personen und arbeite trotzdem hochwertiger als jene DJs hier, die mit Timecode-Equipment arbeiten (oder eben analog) und in der Regel 1000-1500 Zuhörer haben? Ich dachte, es gibt ein Casting, warum fallen dort diese Fehler nicht auf? Gibt es keine nachhaltige Überprüfung der Qualität der Resident-DJs?

Natürlich respektiere ich den Wunsch eines jeden DJs zur Fortbildung und zur Manifestierung des eigenen Namens, jedoch habe ich das Gefühl, dass teilweise grade letzteres mehr das eigene Ego fördert, als das musikalische Talent. Es liegt ja auch nicht in meinem Interesse mit erhobenen Zeigefinger durch die Gegend zu laufen, wäre ich der beste DJ der Welt, hätte mich mein Weg sicherlich schon ein Resident hier werden lassen... (naja, Hardbase.fm nimmt ja auch keine Consolen-DJs, egal wie gut sie sind... aus "Qualitätssicherungsgründen"^^)...

Man könnte daher fast vermuten, dass HB (oder auch die anderen Sender) primär Wert auf das Equipment legen, und folgerichtig erst sekundär Wert auf die Fertigkeiten des Künstlers legen. Natürlich ist dies nur Spekulation und wird sicherlich dementiert von offizieller Seite. Dennoch sollte es mal einen Denkanstoß geben.

Mit freundlichen Grüßen
Mike Andre (DJmerster alias dIIJAY)


#2   21.12.2009 15:02
deleeeted 
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Erstmal: top Kritik. Find ich sehr gut geschrieben, sowohl inhaltlich als auch was die Wortwahl betrifft.
Und das beste: ich kann es teilweise wirklich nachvollziehen. Leider bin ich die absolut falsche Stelle für Argumentation, da ich weder zum Casting-noch zum DJ-Leitungsteam gehöre.

Aber danke für die Kritik, die hoffentlich bei besagten Stellen die große Runde macht.

#3   21.12.2009 16:49
Todd Vee 
Todd Vee

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Zu diesem Thema lassen sich selbstverständlich viel Diskussionspunkte finden. Manchmal trifft man gar auf Widersprüche, im Prinzip soll aber das Vorgehen speziell der Castingabteilung sehr klar sein und vor allem nachvollziehbar. Daher möchte ich als Castingleiter unserer Projekte einige der hier angesprochenen Punkte auswerten.

Zuerst einmal sollte ich die Aufgaben und Schwerpunkte der Abteilung nennen, damit klar ist, wo wir eingreifen und wo andere Abteilungen gefragt sind. Die Castingabteilung bemüht sich um beste Vorbereitung der Bewerber zum ProbeCasting, in dem die Bewerber dann zeigen können, dass sie grundlegendes technisches Wissen haben und alle nötigen Einstellungen korrekt sind. Auch spielt das Mixing hier schon eine Rolle. Sollte jemand noch sehr viele Schwächen aufweisen, würde jener das ProbeCasting nicht bestehen.

Das Casting prüft in einem zweiten Schritt den Bewerber noch „genauer“. Mehrere CasterInnen hören dem Bewerber zu. Dieser soll im Prinzip eine Show simulieren, die mindestens 30 Minuten lang ist (inklusive Grüßen, Wünschen und deren mögliche Fallen, und weiteres). Zählt man die Zeit zusammen, die die CasterInnen nun mit diesem Bewerber Kontakt hatten, so kommt man auf mehr oder minder 100 Minuten.
Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass die CasterInnen absolut umfangreich auf ihre Aufgabe vorbereitet sind: So gibt es Dokumente, „Was-wäre-wenn-Auswertungen“, Leitfäden, generelle Vorgaben eines Castingablaufs. Auch werden die Bewerber von unserer Seite aus bestens vorbereitet und mit dem versorgt, was sie benötigen. So bekommt jeder Teilnehmer des Castingverfahrens mit der Einladung zum ProbeCasting einen Link, in dem alle nötigen Programme und deren Einstellungen nicht nur schriftlich, sogar bebildert vorgegeben und downloadbar sind.

Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass wir bei dieser guten Vorbereitung und besten Inhalten dennoch nur einen kleinen Eindruck des Menschen bekommen, der hinter dem Nick steht.

Gehen wir nun, wissend was vor dem Beginn des Resident Daseins passiert, einen Schritt weiter: Der Teilnehmer hat bestanden. Dann wird er Wochenlang intensiv von einem „Paten“ (CasterIn) betreut - eben abhängig davon, wann er die Geflogenheiten unseres Projekts verinnerlicht hat. Gerade solche Dine wie Moderation, Mixing und generelles Streamverhalten können hier nochmal vertiefend geübt werden. Wann kommt das „aber“? Jetzt. Denn so gut wie man einen DJ auch vorbereiten mag, und so viele Dokumente die er nach seiner Aufnahme zu lesen hat, er hat immer noch seinen eigenen Kopf. Und wenn dieser sich gewisse Ideen oder Abläufe ausdenkt und für gut befindet, dann liegt das einzig und allein am ausführenden DJ.

Natürlich passieren Fehler - auch den besten. Das ist auch gut so, sonst könnte ja noch jemand sagen, wir würden alle gar nicht live Mixen und es käme vorbereitet vom Band. Jedenfalls darf es nicht so sein, dass die Fehler überwiegen oder dem Set eine abwertende Note geben, da stimme ich völlig zu. Wenn der DJ seine Probezeit bestanden hat, dann ist allerdings in erster Linie die Sendeleitung für ihn zuständig, die Castingabteilung „darf nur beraten“. Und das tut sie: Regelmäßig gehen Emails an die Sendeleitung raus, dass „dies und jenes“ aufgefallen ist. Die Art der Umsetzung dieser Erkenntnisse entzieht sich jedoch meiner Kenntnis.

Ich möchte mich zuletzt von dem Gedanken distanzieren, „HardBase.Fm (oder auch die anderen Sender)“ nähmen nur DJs auf, die primär viel Geld in ihr Equipment investieren. Das stimmt so auf keinen Fall. Unser Projekt nimmt eben jene DJs auf, deren Bewerbung überzeugt und deren Talent hörbar ist. Auch wenn die Erfahrung zeigt, dass potentiell viele Konsolen DJs zu wenig Erfahrung und Wissen haben und jene DJs, die viel Geld in ihre Technik investieren, sich auch dementsprechend damit beschäftigen, kann man nicht übergeneralisieren und sagen, dass deshalb keine Konsolen DJs genommen werden. Wohl lässt sich rein definitorisch aber erschließen, wann jemand ein Hobby DJ ist und wann professionell. Viele Konsolen entsprechen eben nicht unseren Anforderungen, was aber nochmals betont nichts mit anderen Generalisierungen zu tun hat. Dieser Denkanstoß ginge in die falsche Richtung, ich hoffe, ich konnte aufklären.

Was bleibt nun zu sagen? Die Erkenntnis ist, dass es leider auch DJs gibt, die sich nach einer Weile im Geschäft auf die faule Haut legen. Oder meinen zu wissen, wann sie sich Mühe geben müssen und wann nicht (zum Beispiel wenn die Sendeleitung nicht wach ist). Diesen Fakt kann man nicht weg reden - ist auch nicht mein Anliegen. Ich möchte darauf hinweisen, dass die CasterInnen die „Neuen“ nicht allzu lange kennen und das die Sendeleitungen nicht 24 Stunden am Tag des Stream überwachen können. Ich bin dennoch deiner Meinung, dass DJs, die es nichtverdient haben, auch nicht auf den Stream sollten. Diese raus zu filtern ist aber gar nicht so einfach.

Wir arbeiten an diesem „Problem“ und hoffen in Zukunft auf weiteres Feedback. Das zeigt und, woran wir arbeiten sollen und müssen. Danke dafür. Es wäre wohl durchaus interessant, wie viele DJs es eigentlich aufgrund unserer berechtigten Ansprüchenicht durch Casting schaffen. Die Zahl ist 9 Mal höher als die der Bestandenen. DAS ist mein Denkanstoß.

Mit freundlichen Grüßen
- Todd Vee (Castingleitung & DJ)

#4   21.12.2009 22:21
merster 
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Erstmal bedanke ich mich für die umfangreiche Reaktion. Hatte eher mit kritischen Gegenmeinungen gerechnet, als mit Zustimmung in dieser Form.

Natürlich ist mir bewusst, dass das Castingteam sich alle Mühe gibt um potenzielle "schwarze Schafe" auszugliedern. Es war auch nicht meine Intention, die anzuzweifeln. Ich befürworte jedoch eine längerfristige Nachkontrolle, um das langfristige Verhalten der DJs hier zu stabilisieren und einen gewissen Standart eben zu erhalten.

Und ich schliesse mich auch Dir an Todd Vee, denn ich nehme auch nicht wirklich an, dass es euch nur auf das Equipment ankommt. Dann könnte man ja das Casting gleich entfallen lassen und nur einen Rechnungsbeleg für die Hardware fordern. Nur wie Du eben selbst geschildert hattest, geht ihr davon aus, dass ein Konsolen-DJ in der Regel nicht ausreichend Erfahrung hat im Vergleich zu Personen, jene sich teures Equipment zulegen.

Ich habe da in meinem privaten Umfeld ein Gegenbeispiel.
Ein Freund von mir ist ebenfalls DJ. Er hat regelmässig kleinere Auftritte in der Region hier und verfügt über zwei CDJ 400. Er hatte schon vorher Gastauftritte bei anderen größeren Internetradioplatformen (Namen uninteressant), aber auch bei Housetime.fm.

Ich kann aber definitiv sagen, dass diese Person absolut keine Ahnung von DJing hat! Er war vor kurzem bei mir für eine kooperative Mixsession, und ich hab mir an den Kopf gefasst. Die Tatsache, dass ein Lied ein Intro hat, schien er ja noch zu begreifen, aber dass diese eben 64, 96 oder auch mal 128 Beats lang sind (kommt ja auch immer auf das Lied an), diese Tatsache war im trotz mehrmaligen Erklärungsversuchen völlig unbekannt und suspekt. Ich hingegen habe eben nur die besagte Console. Aber ich verbringe wirklich täglich viel Zeit damit, zu üben.
Ich häge eine große Leidenschaft für Musik, und so verbringe ich mehrere Stunden, nur um mich zu verbessen mit Musik. Und das mache ich bereits seit fast 5 Jahren. Selbstverständlich mache auch ich Fehler, aber ich lerne mit der Erfahrung, sie schnellstmöglichst auszubessern. Gelingt mir dies nicht, lerne ich dadurch für das nächste mal, was ich zu beachten habe.
Aber mein besagter Freund, tut dies eben alles NICHT. Er verbringt in der Woche vllt. eine oder zwei Stunden mit seinem Kram, die Veranstaltungen sind da nicht eingerechnet. Wie kann jemand so talentfreies auf Housetime als Gast-DJ auflegen? Wie gesagt, ich kenne seine Fertigkeiten und sein Talent...

Es ist demnach absolut ungerechtfertigt von vorneherein jemand als "unerfahren" und/oder "unprofessionel" zu deklarieren, wenn man sich eben nicht intensiv mit der Person befasst hat. Ich selber sammle grade Erfahrung bei einem winzigen Internetradio, mit kaum 10 Zuhörern bei Stoßzeiten, aber größere Sender interessiert das Equipment leider primär VOR der Leistung als DJ. Dies ist auch meine eigene Erfahrung.

Demnach stimme ich zwar zu, dass ihr vielleicht versucht objektiv zu bewerten, subjektiv aber bereits von Anfang an die Leistung als DJ und Moderator, mit der Menge an investieren Vermögen verbindet.

Ich werde mich in Kürze ggf. auch hier (bei Harbase.fm) bewerben, da ich über genügend Erfahung verfüge, um hier vernünftige und hochwertige Shows zu liefern, jedoch denke ich eben, dass ich nicht aufgenommen werde, aufgrund meiner Console.
Ich hoffe, man kann mir soweit folgen^^

Ungeachtet dessen ist im Kern ja ein stabiles und hochwertiges Team vorhanden, muss man ja auch neidlos anerkennen. Die Userzahlen sprechen da für sich. Dennoch ist das ja wie genannt kein Grund, sich auszuruhen.

Mit freundlichen Grüßen

#5   22.12.2009 12:21
Jolly Jumper 
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Wenn ich auf Technobase schaue, kann ich es schon auch irgendwie nach vollziehen, dass wenn man """"nur""" ne Console hat, schnell abgelehnt wird. Das heißt aber NICHT gleich, dass man damit nichts "erreichen" kann, sondern nur, da TB schon so viel Dj hat, sich wirklich auf die besten (logischer weiße) konzentrieren, und da die Vergangenheit gezeigt hat, dass halt die meisten Consolen DJ´s nicht die nötigen erfahrungen haben. kommt es halt zu dieser entscheidung, die vielleicht nicht 100 % korrekt ist.

Wenn du wirklich sehr gut bist und mit der Console umgehen kannst, und wie Todd Vee schon sagte, man ein Talent sieht, dann denke ich das du evtl auch so genommen werden KÖNNTEST.

ANGABEN OHNE GEWÄHR, ich bin nicht im Castingteam, deswegen können die das anders sehen ;-)


Laut deinem Profil hast du ja auch die CDJ 400 in Planung, dann fällt das Thema Console für dich ja eigentlich auch schon fast weg?


MfG




#6   22.12.2009 14:29
merster 
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geht mir jetzt nicht darum unbedingt ins Team aufgenommen zu werden.
Ich werde das bei gelegenheit mal auf normalen Weg angehn, dafür brauche ich jetzt hier nicht die Werbetrommel zu rühren ;-)

Es sollte ja nur als Beispiel dienen, dass die Qualität bei der We aRe oNe Community nicht abhängig ist von teurem Equipment.
Das war meine Intention :-)

#7   22.12.2009 20:18
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Es zählt die Musik, und nicht das Equipment, was da hintersteckt!

#8   27.12.2009 00:49
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Ich möchte mich auch mal zu dem Thema äußern da ich mich längere Zeit damit beschäftigt habe.

1. Ein DJ ist in erster Linie ein Mensch. Menschen haben Gefühle. Diese beeinflussen die Qualität der Arbeit. (Bis zu diesem Punkt habe ich nur Fakten aufgezählt.) Wenn ich also mal einen schlechten Tag habe dann hört man das auch an der Qualität meiner Sendung. Da muss es mir nicht mal merklich schlecht gehen um diesen Einfluss auf die Musik auszuüben, denn Musik hat für mich sehr viel mit Gefühl zu tun.
Ich habe am Donnerstag 2 Shows gemacht, die erste 2 Stunden, dann 2h Pause, dann noch eine mit 6 Stunden. In der ersten habe ich fast jeden Übergang nicht perfekt hinbekommen. In der zweiten Sendung habe ich über die gesamte Zeit nahezu fehlerlos gearbeitet. (Diese Beurteilung entstand durch einen Mitschnitt der Shows welchen ich mir einen Tag später angehört habe.)

2. Ich bin der Meinung, deine Interpretation von Qualität hat sehr viel mit persönlichen Präferenzen zu tun. Die von dir genannten DJs machen sehr viel Stimmung und arbeiten gleichzeitig als eine Art Animator. Nur weil ich diese persönliche Fähigkeit, welche nicht jedem in die Wiege gelegt ist, nicht besitze macht dies mich meiner Meinung nach nicht zu einem schlechteren DJ! Ich kenne meine Leistung und passe diese an die Zuhörer an - ich lege zu 99% aus diesem Grund nicht zur Prime Time auf. Dies kann man auch nicht in diesem Sinne lernen ohne sofort unnatürlich zu wirken.

3. Es ist wichtig zu verstehen, daß man als Radio DJ kaum mit seinen Zuhörern interagieren kann. Man muss Stimmung für eine Menge machen, welche total unterschiedlich zusammengesetzt ist und während der Sendung völlig anderen Tätigkeiten nachgeht. Vor allem sieht man die Hörer nicht, man mixt quasi für sich allein und bekommt sehr wenige Reaktionen.

4. Es wurde behauptet Residents würden sich "ausruhen". Versteh mich nicht falsch aber: JA. Bin ich onAir so arbeite ich gewohnte Abläufe ab. Solche, welche ich 10000-fach trainiert habe um durch die Routine Fehler möglichst auszuschließen. Dadurch kann man auch wenn mal etwas nicht so 100%ig ist, eine Art Garantie abliefern, daß das Resultat für den Hörer trotzdem akzeptabel ist. Einfach dadurch das man die Fehler die passieren können mit der Zeit gut einschätzen kann. Mixe ich ohne Aufnahme für mich alleine, setze ich jeden Übergang in den Sand weil ich Dinge ausprobiere - was ich aber nie live machen würde.

5. Daheim mixen oder für eine geringe Zuhöreranzahl mixen ist mit unseren Radios nicht vergleichbar. Neben dem DJing müssen Tracks eingetragen werden, Grüße sortiert werden, die Qualität der Übertragung ständig kontrolliert werden. Diese Nebenaufgaben sind zeitlich nicht zu verachten - sie sind auch kaum offAir zu trainieren.

#9   27.12.2009 22:46
cHeSt3r 
cHeSt3r

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Sagen wir das ganze Mal so:

Wenn du dich mit einer Konsole bewirbst, wirst du höchstwahrscheinlich erstmal abgelehnt, mit der Begründung, das dein Equiptment zu schlecht ist. Aber du kannst dich natürlich dagegen wehren, indem du uns zurück schreibst, das du aber trotzdem dein Talent mal zeigen möchtest. Das zeigt uns (also dem Castingteam), das du Interesse an diesem Hobby hast, also eine Show auf Hardbase zu "performen"!
Wenn dieses "PreCasting" uns überzeugt, sollte es sicherlich kein Problem sein, dich ins Team zu nehmen!
(Auch diese Angaben ohne Gewähr, bin noch nicht lange genug im Castingteam, um genau sagen zu können, was Sache ist! Falls du Fragen hast, wendest du dich am besten an Todd Vee, denn er ist ja Castingleiter!)

Doch es gibt leider auch viele junge Bewerber, die sich eine Konsole zulegen und dann mit Software per "Sync"-Button arbeiten. Das ist natürlich nicht Sinn der Sache!


@Topic:

Ich habe z.B. heute die Styles of Hardbase Vertreten, da Hardstyle Pimp verhindert war, und muss sagen, das ich so ziemlich alles in den Sand gesetzt habe, was ging. Der Grund dafür war hauptsächlich, das schon beim 1. Übergang meine Technik gesponnen hat (so das ganze Programm, was bei einem DVS falsch gehen kann..), wobei ich den kompletten Nachmittag Privat für mich und einen guten Freund aufgelegt hatte, und das auf dem selben Wege und ohne Probleme, mit fast jedem perfekten Übergang! Und sowas verdirbt einem dann leider schwer die Laune.

#10   27.12.2009 23:22
merster 
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Naja wie gesagt, es geht jetzt weniger um mch, als um die Übergänge der Residents hier^^
Ich stimme ja auch zu, dass teilweise die Stimmung eine große Rolle spielt. Wie in Deinem Fall jetzt ist die Technik ja schuld an den minderwertigen Übergängen, aber das ist natürlich kein Grund für ein Generalurteil. Sicherlich schlägt sich die Stimmung in der Performance hinterher wieder, doch als "Profi" hat man in der regel ja diese Routine. Das bei der Routine dann auch noch Fehler passieren, ist nicht immer zu vermeiden, aber ich glaube die Kunst ist es, diese zu verschleiern... sie zu verstecken. Nicht jeder Zuhörer ist ja auch gleich ein absolut gebildeter Kritiker in Sachen Musik, von daher fallen solche kleinst Fehler ja schnell untern Tisch. Wenn aber in nem 4/4 Takt nach 3/4 ein neues 4/4 reingeschoben wird, das am besten auch noch unsynchron... dann geht mir der Hut hoch. Wenn man jetzt sagt, dass dieser Fehler aufgrund eines Defektes oder es vielleicht nur ein einmaliger fehler war, für den sich der dj dann auch entschuldigt, dann geht es ja noch in ordnung. Wenn dann aber solche Übergänge in großer Anzahl vorkommen, dann ergibt sich mir die Frage wie das sein kann...

Aber im ganzen ist das Thema jetzt soweit abgehakt, zumindest mein meine Argumentation angeht. Ich könnte höchsten eure Argumente untermauern oder gegenargumentieren, aber das ist ja nicht mein Anliegen.
Ich denke, ich habe auf das Thema aufmerksam gemacht und wie ja auch bereits von euch beschrieben, kümmert man sich ja bereits um diese Problematik.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen guten Rutsch in das neue Jahr, auf ein weiteres erfolgreiches Jahr mit "We aRe oNe".
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten, weil ich im Urlaub mit nem Laptop grad tippel :-P

Liebe Grüße
Mike Andre


#11   19.02.2012 16:46
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Ich habe mich auch Beworben mit nur einen Console.


Ich habe auf meiner Console auch ein Sync Button, aber benutze ihn nicht , Ich Beatmatche Lieber , Und das Betätigen des Sync Buttons ja das leichteste der Welt ist , Und man den Button im Casting anwendet kann ich nur sagen Balla balla den dann kann man sich ja wohl kaum DJ nennen.


Ich warte noch auf eine Rückantwort vom Casting Team zur Bewerbung, Und würde dem Team sehr gern meine Qualitäten als Dj Zeigen und Beweisen das ich es Drauf Habe.


Gruß
Felix

#12   20.02.2012 12:29
Blue Moon 
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DjDarkride wrote:

Ich habe mich auch Beworben mit nur einen Console.


Ich habe auf meiner Console auch ein Sync Button, aber benutze ihn nicht , Ich Beatmatche Lieber , Und das Betätigen des Sync Buttons ja das leichteste der Welt ist , Und man den Button im Casting anwendet kann ich nur sagen Balla balla den dann kann man sich ja wohl kaum DJ nennen.


Ich warte noch auf eine Rückantwort vom Casting Team zur Bewerbung, Und würde dem Team sehr gern meine Qualitäten als Dj Zeigen und Beweisen das ich es Drauf Habe.


Gruß
Felix



Mich würde mal interessieren, bei welchem Radio Du Dich beworben hast. Ich find keine Bewerbung von Dir? Und, zur Info, Consolen werden erst ab einem bestimmten Level von uns akzeptiert, wenn überhaupt. Hercules oder Reloop braucht man nicht anzufangen.

#13   25.02.2012 23:47
Club Jumping Man 
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Es ist wirklich schade, das Konsolen immer so eine Abwertung beigemessen wird. Das Problem ist ja, dass es viel zu billige Konsolen auf dem Markt gibt, wenn man bedenkt, wer sich diese dann zulegt. Ich persönlich besitze ein Traktor Kontrol S4 mit man auch DJs, die mit CDJs oder TTs auflegen locker das Wasser reichen kann. Entscheidend ist immer die Person hinter dem Gerät, das Gerät selbst bleibt nur ein Werkzeug.
Trotzdem bleibt das Equipment aber auch Ausdruck dessen, was einem die Musik / das DJing Wert ist.

Auch die Verurteilung des SYNC-Buttons kann nicht komplett nachvollziehen. Viel zu oft wird er natürlich von faulen DJs benutzt, die damit ihre Talentbefreitheit verschleiern möchten. Zusammen mit den Billigkonsolen und der kostenlosen VDJ-Testversion hat auch dieser Button zu einer nie dagewesenen Flut an musikalischem Schrott geführt, der dann leider auch noch von Leuten, die sich "DJ" nennen im ganzen Internet verbreitet werden um die ganze Menschheit mit ihrem Müll zu belästigen. Leider hat auch mich dieser Content auf Youtube etc. schon viel zu viel Lebenszeit gekostet.
Auf der anderen Seite bin ich aber auch Fan des Sync-Buttons. Nicht um diesen pubertierenden Pseudo-DJs zu folgen, sondern, da er einem DJ Zeit gibt sich auf etwas Kreatives zu konzentrieren. Beatmatching kann selbst ein Affe erlernen (auch wenn einem mancher "DJ" des Gegenteils belehrt), aber wenn man damit nicht beschäftigt ist, gewinnt man kreativen Spielraum, in dem man mit Effekten oder Mash-Uping epische Songs kreieren kann.
Wer nicht versteht, was ich meine, der sollte z.B. mal "Ean Golden Enjoy the Silence" bei Youtube eingeben. Hier zeigt sich dann auch was man aus Konsolen wirklich rausholen kann: Möglichkeiten die kein CDJ oder TT bietet!
Zugegebenermaßen kein Maßstab für eine mehrstündige Live-Show, aber trotzdem einmal Nachdenklichmacher für die ewigen Konsolen-Hasser.

Greets!

#14   26.02.2012 02:10
Blue Moon 
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Wir verurteilen nicht alle Konsolen, wenn sich jemand mit einer VCI 300, 400 oder 600, dem S2 oder dem S4 oder den Pio Konsolen bewirbt und die Bewerbung überzeugt, dann hat derjenige auch ne Chance bei uns. Jedoch wird beim Casting vermehrt darauf geachtet, ob derjenige nur den Snyc Button benutzt und ansonsten klassisch auflegt, oder ob er das nutzt, so wie Du das beschrieben hast. Ich stimme Dir da vollkommen zu mit dem was Du sagst. Aber genau diese Typen, die Du beschreibst, mit der Billigkonsole, die finden bei uns keinen Platz, aus genau den von Dir genannten Gründen. Wer nicht bereit ist, sich anständiges EQ zuzulegen, und das egal ob das Konsolen, CD Player oder Turntables sind, werden es immer mehr als schwer bei uns haben, dafür ist unser Qualitätsanspruch zu hoch.

#15   04.03.2012 18:08
Club Jumping Man 
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P.S: Und demnächst dürfen wir uns natürlich auf die ganzen IPad-"DJs" freuen...^^


#16   11.03.2012 21:13
Bonray 
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Club Jumping Man wrote:

P.S: Und demnächst dürfen wir uns natürlich auf die ganzen IPad-"DJs" freuen...^^



Die wird es bei uns auch nicht geben.

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