Zwei Männer stürmen in einen Motorradladen und
erschießen den Inhaber auf Grund von Bandenkriegen. Das klingt wie eine abenteuerliche Geschichte aus den USA, passierte jedoch im
Kreis Steinfurt in der 50.000-Einwohner-Stadt Ibbenbüren.
Die Rede ist von den beiden Rockerbanden "
Hells Angels" und "
Bandidos", welche in ihrem Kampf um organisierte Kriminalität, Waffen- und Drogenhandel nicht einmal mehr Halt vor
Mord machen. Der Vorfall liegt nun schon über ein halbes Jahr zurück und nun findet der Prozessauftakt vor dem Landgericht Münster statt. Der Einsatzleiter der Polizei Münster sagte, dass mit ca.
600 Anhängern der beiden Banden gerechnet werde. Zur Gewährleistung der Sicherheit stellt die Polizei ein Aufgebot von
mehreren hundert Polizisten und Kontrollposten an den Einfahrtsstraßen bereit. Ein Sprecher der Polizei sagte weiter, dass man versuche im Gerichtssaal einen Sichtschutz zwischen den beiden Parteien zu errichten,
um so Unruhen zu verhindern.
Bei der Beerdigung des getöteten "Hells Angels"-Mitglieds im Frühjahr waren mehrere hundert Bandenmitglieder anwesend und trugen diesen sogar zu Grabe. Auf dem Weg zum Friedhof wurde der Familienvater
von 600 Motorrädern eskortiert. Während der Trauerfeier ließen die Gäste den Spruch "
Hells Angels never die" verlauten, welcher nicht gerade auf ein baldiges Ende der Fehde hoffen lässt.