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50.000 Gläubige bejubeln scheidenden Papst - Benedikt XVI. spricht vorletztes Angelus-Gebet




Am vergangenen Montag hatte Papst Benedikt XVI. überraschend seinen Rücktritt angekündigt – er ist das zweite Oberhaupt der katholischen Kirche der Geschichte, das die Möglichkeit des Rücktritts wahrnimmt. Heute trat der scheidende Papst unter Jubel von zehntausenden Gläubigen auf seinen gen Petersplatz gerichteten Balkon und sprach sein vorletztes, traditionelles Angelus-Gebet.

Benedikt XVI. nutzte die Gelegenheit, um die Kirche öffentlich zur inneren Erneuerung aufzurufen. Damit begegnete er lang gehegter Kritik gegen ihn und den Vatikan, eine für das 21. Jahrhundert zu erzkonservative Linie zu vertreten. Außerdem sollten Kirche und Gläubige sich neu Gott zuwenden, um Hochmut und Egoismus zu überwinden. „Der Geist des Bösen versucht, uns vom Weg zu Gott abzubringen“, fuhr er fort. „In den entscheidenden Momenten im Leben, im Grunde genommen sogar in jedem Moment, stehen wir am Scheideweg: Wollen wir dem Ich folgen oder Gott? Den individuellen Interessen oder dem wirklich Guten?“

Im Anschluss bedankte sich der Papst bei den ca. 50.000 erschienenen Gläubigen und nannte dies ein „Zeichen der Zuneigung und der geistigen Nähe“. Normalerweise erscheinen zum sonntäglichen Angelus-Gebet nur mehrere tausend Personen; heute war selbst der römische Bürgermeister Gianni Alemanno anwesend.
Als Joseph Ratzinger wird der Pontifex am 28. Februar aus dem Amt scheiden – der Vatikan erörterte derweil, das Konklave zur Ermittlung seines Nachfolgers vorzuziehen. Normalerweise würde dieses erst am 15. März, also einem knappen Monat stattfinden, aber allen am Konklave beteiligten Kardinälen stehen derweil keine Termine im Weg, die eine vorzeitige Anreise nach Rom ausschließen würden. So könnte die sogenannte „Sedisvakanz“, also die Leere des Stuhl Petri, erstmalig verkürzt werden.

Laut dem Meinungsforschungsinstitut YouGov wünschen sich auch 80 Prozent aller Deutschen drastische Reformen der katholischen Kirche, so zum Beispiel eine Lockerung des Zölibats oder der Sexualmoral. Erst kürzlich erregte der Fall einer vergewaltigten Frau Aufsehen, die an mehreren deutschen katholischen Kliniken mit dem Gesuch nach „Der Pille danach“ abgewiesen wurde.
 


Spiegel ONLINE  
Bildmaterial: Thomas Lohnes / dapd Grafik: Basti
Am 17.02.2013 um 16:30 Uhr von Basti


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  #2   RNGeorg 17.02.2013 18:18   
heisst das jetzt das es bald ein Konkubinat im Vatikan gibt ?

pille danach ? ... erst kirk , dann uhura und soweiter ..
  #1   CAgamer 17.02.2013 17:02   
Hoffentlich wird sich da was ändern. Mir eigendlich egal aber trotzdem wäre lockerungen gut für alle.




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