Uns allen schwebt noch die
Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika im Gedächtnis, ein emotions- und hoffnungsvolles Turnier, das Millionen von Menschen begeisterte. Nur für
Bafana Bafana, die südafrikanische Nationalmannschaft selbst, fand die Meisterschaft im eigenen Land kein gutes Ende – sie schied bereits in der Vorrunde aus.

Doch dafür hatte diese Mannschaft die Unterstützung eines ganz bestimmten Gerätes und dies in einer Lautstärke, von der die Kontrahenten nur träumen konnten: Die
Vuvuzelas, die das Symbol des südafrikanischen Fußballs darstellen, begleiteten uns mit ihren Klängen über Wochen. Anfangs nahmen die meisten ausländischen Fans das neue Mittel der Anfeuerung enthusiastisch entgegen, zum Ende hin fühlten sich nicht wenige vom ständig anhaltenden, einem Tinnitus gleichenden Ton, der sämtliche Fangesänge verschluckte,
belästigt.
Nun hat die
UEFA den Plastiktrompeten den Gar aus gemacht. Ab den kommenden Spielen ist es Fans
strikt untersagt, Vuvuzelas zur
Champions- und Europa League 
mitzubringen. Ebenso bei der kommenden
EM in Polen und der Ukraine sind die Krachmacher verboten. Wie die UEFA auf ihrer Homepage berichtete, gehe es um die
„Erhaltung der europäischen Fußballkultur“. Das monotone Dröhnen der Instrumente sei nicht mit der Magie des Fußballs vergleichbar, die durch den Austausch zwischen Spielfeld und Tribünen durch Fangesänge entstehe.
Die neue Regelung tritt am Freitag bei den ersten Qualifikationsspielen für die Europameisterschaft in Kraft.