Deutschland – ein Land der Extreme. Wohl kein Volk der Welt kann auf eine wechselreichere Vergangenheit zurückblicken, als das unsere. Einerseits glorreich hat sich unser Land in den letzten Jahrhunderten präsentiert, mit lauter Dichtern und Denkern, neuen Entwicklungen, einmalig guten Autos und anderen Produkten.
„Made in Germany“ – das wirkt noch heute. Andererseits hat Deutschland Schattenseiten durchlebt. Seiten, die furchtbar sind und uns auf immer belasten werden. Zwei Kriege haben wir begonnen und verloren. Aus

dem Zweiten ging letztendlich die Person Adolf Hitlers hervor, durch die auch die letzten positiven Ereignisse und Erinnerungen an Deutschland langsam verblassten, bis sie schließlich ganz verschwunden waren. Am 8. Mai 1945 war Deutschland an einem Tiefpunkt angelangt, als der verheerendste Konflikt in der Geschichte der Menschheit sein Ende fand.

Danach ging es langsam aber sicher
bergauf. Deutschland wurde in Besatzungszonen unterteilt, die sowjetische Seite wurde von Westdeutschland abgekapselt und erhielt den Namen
„Deutsche Demokratische Republik“, kurz DDR. Zwar sollte sich diese auch als diktatorisch regierter Staat entpuppen, der unter dem Deckmantel der Demokratie agierte, jedoch verbesserte sich die Lage in Westdeutschland deutlich. Mit der Einführung des Grundgesetzes war ein weiterer bedeutender Schritt deutscher Geschichte geschrieben. Dies geschah 1949 und noch heute ist es zentraler Dreh- und Angelpunkt unserer Gesellschaft.
Von Konrad Adenauer und Ludwig Erhard, den Urvätern aller Bundeskanzler, hangelte sich Westdeutschland langsam über Kurt Georg Kiesinger, Willy Brandt und Helmut Schmidt zum zweiten Helmut, der den Nachnahmen Kohl trug, und dies noch immer tut. Diesem gelang dann schließlich das, was nur die Wenigsten erwartet hätten: Die
Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland im Jahre 1990, das wohl historischste und bewegendste Ereignis in der gesamten deutschen Geschichte. Die Mauer fiel und wir waren wieder eins.
Nun, genau noch 20 Jahre später im Jahr 2010 hat unsere heutige Bundeskanzlerin Angela Merkel die Freiheit und Demokratie des Landes mit Stolz erwähnt. Deutschland sei in dieser Hinsicht ein
Beispiel für die ganze Welt. Man müsse eigene Verantwortung für das in der Welt übernehmen, was uns selbst gelungen sei. Dies sagte die Kanzlerin auf einem Festakt zur 20-jährigen Einheit Deutschlands bei der Unterzeichnung des Einigungsvertrages in Berlin.
Zwar räumte Merkel ein, das in der DDR vielen Menschen zu lange Unrecht widerfahren sei. Insgesamt sei 20 Jahre nach der Wiedervereinigung jedoch
„vieles wunderbar“ in unserem Land. Des Weiteren lobte sie den Mut der Ostdeutschen an diesem bedeutenden Tag.
Am Ende der Veranstaltung wurde eine bronzene Gedenktafel von ihr und Innenminister Thomas de Maizière enthüllt, ganz passend zum Einigungsvertrag.

Deutschland – ein Land der Extreme. Extreme, die sich zum Guten entwickelt haben, ja, sogar die Erwartungen aller vor 50 Jahren weit übertreffen. Auf diese Entwicklung kann man stolz sein. Das Ausland ist es. Die Bundeskanzlerin ist es. Das Volk ist es.
In diesem Sinne:
We aRe oNe!