Nach der gescheiterten
Loveparade 2009 in Bochum ist nun auch die Loveparade in diesem Jahr in Duisburg in Gefahr. Der Grund dafür ist die Problematik der Finanzierung. Am Montag entscheidet sich im
Duisburger Stadtrat, ob es für die Stadt machbar ist, die 840.000 Euro für das Event am 24. Juli zu bezahlen, da es im städtischen
Haushalt bereits ein Loch von fast 150 Millionen Euro gibt. Im Gegensatz zur CDU, die die Loveparade durch ihre Steuereinnahme willkommen heißt, will die SPD dies am liebsten absagen, da es deren Meinung nach eine keinesfalls
jugendgeeignete Veranstaltung wäre und somit keine Steuergelder kosten dürfe. Der Regierungspräsident wird jedoch in Düsseldorf das letzte Wort haben und

zugleich ein Auge auf die städtischen
Ausgaben werfen. Nicht nur das Finanzielle müsste geplant werden, sondern auch die Sicherheit während der Loveparade, da das Gelände auf dem früheren
Güterbahnhof und ein Abschnitt der Autobahn 59 gesperrt werden müssten.
Die Diskussion über eine eventuelle
Unterstützung durch das Wirtschaftsministerium soll bei einem Krisentreffen beim Düsseldorfer Regierungspräsidium geführt werden. Da das
Ruhrgebiet 2010 die europäische Kulturhauptstadt ist, möchte man so gut wie möglich vermeiden, dass durch einen erneuten Ausfall der Loveparade das
Image der Region geschädigt wird. Die 1989 in Berlin entstandene Loveparade zog 2007 ins Ruhrgebiet nach Essen und konnte dort rund 1,2
Millionen Besucher begeistern. Ein Besucherrekord wurde dann im Jahr 2008 in Dortmund mit 1,6 Millionen
Besuchern erreicht. Da nun 2009 Bochum an der Reihe war, aber logistische Probleme vorhanden waren, musste die Loveparade in dem Jahr abgesagt werden. Würde 2010 nun erneut das
Spektakel ausfallen, wäre es bereits das vierte Mal in der Geschichte der Loveparade.
Update:
Um es doch noch möglich zu machen, dass die Loveparade in
Duisburg stattfindet, ist in der angekündigten Krisensitzung ein kleiner
Hoffnungsschimmer entstanden. Veranstalter, Stadt, die Bahn, Polizei und der
VRR haben in einigen Gesprächen versucht, eine Lösung zu finden. Nun sollen
Sponsoren gefunden werden, die die Stadt Duisburg bei der Finanzierung der
Loveparade mit 840.000 Euro unterstützen können. Somit sind sich auch die
Politiker fast einig, dass sich die Stadt Duisburg das musikalische Event nicht
entgehen lassen darf.