Liebe Community,
die letzten Stunden des Jahres 2009 sind gezählt. Grund genug, dass wir während des TechnoBase.FM-Marathons aus musikalischer Sicht noch einmal auf das Jahr 2009 zurückblicken und die zwölf Monate Revue passieren lassen wollen. Auch wenn Sun Kidz-Produzent Matthias Schwarzer („Hold Me Now“) das Jahr für den deutschen HandsUp als „kein gutes“ beschreibt, gab es sowohl positive als auch negative Ereignisse. In den nächsten vier Tagen widmen wir uns chronologisch jeweils einem Quartal.

Pünktlich um 0:00 Uhr startete auch dieses Jahr am 01. Januar das neue Jahr 2009, doch musikalisch sollte noch einige Wochen ein Ohrwurm des letzten Jahres für Furore sorgen. „Infinity 2008“ des Guru Josh Projects, welches auf dem Label Big City Beats erschienen war, erkämpfte sich weiterhin für einige Wochen Platz eins der DDJC und festigte seinen Platz in den Top Ten der offiziellen deutschen Verkaufscharts.
Während im kompletten Januar die Nummer Eins jener genannten Charts in fester Hand von Katy Perry („Hot N Cold“) war und jener Song auch in der elektronischen Musikszene durch Bootlegs und Remixe seinen Gefallen fand, meldete sich vor allen Dingen eine Künstlerin entscheidend mit ihrem Song „Poker Face“ zurück. Die Rede ist von Lady Gaga, welche auch für Axel Konrad („Where Is The Love“) das Highlight des Jahres 2009 darstellt: „Ein definitives Highlight war für mich ist Lady Gaga. Es ist schön mit an zu schauen, wie sich die Musik entwickelt und selbst im Electro/Minimal verseuchten Deutschland sich solche kommerziellen Tracks auch im Club durchsetzen können.“ Für die elektronische Musikszene sicherten sich The Real Booty Babes als erstes die Rechte und brachten später ihre Interpretation des Nummer Eins-Hits heraus.

Leider sollte das neue Jahr aber für die musikalische Szene auch direkt mit einer negativen Nachricht beginnen. Am 15. Januar nämlich wurde das endgültige Aus für die diesjährige in Bochum geplante Loveparade verkündet. Als nicht ausreichend sicher wurden die Gegebenheiten vor Ort für erwartete 1,5 Millionen Loveparade-Interessierte beschrieben – auch Diskussionen und Pläne über Alternativen scheiterten, so dass das Jahr 2009 ohne stattfindende Loveparade zu Ende gehen sollte.
Genau einen Monat später sorgten die We aRe oNe-Projekte für eine positive Überraschung, das fünfte Tochterprojekt namens CoreTime.FM ging an den Start und sollte fortan die schnellere und härtere Core-Gemeinde 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche mit passender Musik beschallen.
Nur eine Woche später konnten Scooter leider nicht für eine Sensation sorgen – sie waren für den begehrten Medienpreis „Echo“ in der Kategorie „Beste Gruppe national“ nominiert worden – der Award ging letztendlich aber an die Gruppe „Ich + Ich“. Durch die dreistündige Awardshow führten erfolgreich Barbara Schöneberger und Oliver Pocher.
Der Februar wartete noch mit einer weiteren traurigen Meldung auf die elektronische Musikwelt. Am 24. des Monats wurde der Tod des kreativen Kopfes und Produzenten von Deichkind („Remmidemmi“) Sebastian Hackert verkündet. Der 32-Jährige wurde nach einem Herzversagen tot in seiner Wohnung aufgefunden.
Der letzte Monat des ersten Quartals konnte wiederrum für einige positive Meldungen sorgen. Abermals gehörten Hans Peter Geerdes, Hendrik Stedler, Michael Simon sowie Jens Peter Thele von Scooter zu den Vertretern froher Botschaften, denn die vier konnten nach der Nominierung für den Echo 2009 auch für den VIVA-Cometen 2009 nominiert werden. Dieses Mal in der Rubrik „Bester Live-Act“.
Ebenfalls im März fand zum 16. Mal die „Trance Energy“ statt. Rund 30.000 Besucher fanden den Weg nach Utrecht und sorgten abermals dafür, dass das Event eines der Highlights des Jahres 2009 wurde. Unter anderem legten Paul van Dyk, Armin van Buuren und Marcel Woods auf.

Feiernd und begeistert zeigte man sich auch fernab der Niederlande. Grund hierfür waren Mel und DJ Novus von Groove Coverage. Zum zweiten Mal bereisten die beiden nach ihrem Nummer 1-Erfolg mit „God Is A Girl“ und dem legendären Auftritt vor 580 Millionen Zuschauern beim chinesischen „Wetten, dass…“ das asiatische Land und begeisterten unzählige Massen von Fans. Beruflich rückblickend fasst auch Markus alias DJ Novus sein Jahr so zusammen: „Sicher ein Highlight meines Jahres war die zweite große Tour durch China. Aber auch die vielen geilen Shows im Ostblock und auch im 14. DJ-Jahr einen rappellvollen Bookingkalender für Deutschland gehabt zu haben.“
Zahlreiche Releases gab es in den ersten drei Monaten zu verzeichnen, einige davon konnten sich das ganze Jahr über auf dem TechnoBase.FM-Stream behaupten. Wir haben die wichtigsten noch einmal für euch aufgelistet: OverDrive Division – Midsummer Night, Patrick Bunton – This Beat Is What You Need, Manian – Welcome To The Club, Raveboy – Dancing Through The Night, Triple Bounce – Talk To Me, De-Grees - Just Dance, Dan Winter – Don’t Stop Push It Now, 89ers – Human Nations, The Hitmen - Here Today And Gone Tomorrow, Brooklyn Bounce vs. Sample Rippers – Louder & Prouder, Styles & Breeze - Amigos, Porn Kings vs. DJ Supreme - Up To Tha Wildstyle sowie Kid Cudi vs. Crookers - Day 'N' Nite.