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Thema: Amoklauf - Ein Kommentar von Niklas Bauseneick





Was bringt einen Menschen dazu, seine alte Schule mit dem Ziel zu besuchen, so viele Menschen wie möglich umzubringen? Jene Frage stellen sich viele und sie wird demnächst auch dem Menschen, der jene Tat beging, Georg R., gestellt. Sind wirklich sogenannte Killerspiele an der Tragödie schuld oder ist die Problematik nicht einfach durch Verbote zu beseitigen?

Paare entscheiden sich, ein Kind zu bekommen, wenn sie denken, sie seien der Herausforderung gewachsen. Sie kümmern sich intensiv um die Erziehung, das Umfeld des Kindes und dass es nicht auf eine „schiefe“ Bahn gerät. Haben die Eltern von Amokläufern an machen Stellen versagt oder ist eine Umgebung schuld, die niemand verändern kann?

Den Eltern selbst ist hier nichts vorzuwerfen. Dank der Medien wird es einem ermöglicht zu erfahren, wie es den Eltern geht, was sie empfinden und wie sie mit jener extremen Situation umgehen. Dass es wohl zu den schlimmsten Dingen auf der Welt für Eltern gehört, wenn das eigene Kind über andere Menschen solch ein Leid bringt und dabei selbst ums Leben kommt, muss ich hier nicht erläutern. Die Eltern selbst stehen unter Schock und trauern um das eigene Fleisch und Blut, jedoch auch um das der anderen. Entschuldigungen wie jene nach dem letzten Amoklauf in Winnenden verdeutlichen und belegen das. Besonders problematisch war in Winnenden die Tatsache, dass der Täter die Waffen aus dem Schrank seines Vaters hatte und eine ordentliche Sicherung der Waffen die Tat vielleicht nicht verhindert, jedoch die Eltern nicht mit hineingezogen hätte. Schuld an der Tat sind sie damit aber nicht. Selbst die beste Erziehung oder finanzieller Wohlstand können scheinbar etwas so Grausames nicht verhindern.

Die Killerspiele dienen den Politikern seit längerem als Sündenbock für solche Taten. Ist aber ein virtuelles Spiel der Schuldige an realen Morden? Jeder vernünftige Mensch wird meine Aussage bestätigen, dass es eine klare Grenze zwischen der Realität und der virtuellen Welt gibt. Wer unfähig ist, jene Grenze zu ziehen, sollte jene Spiele nicht spielen. Aber waren deswegen alle Amokläufer an Schulen Menschen mit einer instabilen Persönlichkeit? Waren es alles Menschen, die den Unterschied und die Grenze nicht erkannten? Wäre es nicht zu einfach, das Thema hiermit zu beenden und einfach ein Verbot durchzusetzen mit der Hoffnung, dass so etwas nie wieder vorkommt? Beim zuletzt genannten Aspekt ist es wohl deutlich geworden, dass ein Verbot keine präventive Maßnahme bei solchen Fällen ist. Man erzürnt lediglich etliche Menschen, denen Unrecht angetan wird. Befürworter dieser Maßnahme sagen, dass dies tragbar sei. Sicherlich ist es tragbar, aber alles ohne Nutzen ist tragbar. Entscheidungen, welche nur durch Nachteile und keinen kurz- oder langfristigen Nutzen geprägt sind, sind untragbar und daher keine vernünftige Lösung bei diesem Thema.

Betrachten wir nun die Rolle der Gesellschaft und der Medien. In den Medien wird Georg R. stetig die Täterrolle zugeschrieben und die Gesellschaft bzw. die Verletzten werden der Opferrolle zugeordnet. Dass Georg R. die Tat in Ansbach begang, streitet niemand ab, auch  ich nicht! Aber war die Gesellschaft vielleicht der Schuldige an jenem Amoklauf? Viele Menschen brechen heutzutage unter dem Druck der Gesellschaft zusammen oder versuchen ihn mit Medikamenten zu ertragen. War Georg R. einer dieser Menschen? Deutschland ist ein Land, in dem nahezu alles an Erfolgen gemessen wird. Erzielt man keine Erfolge oder Ergebnisse, so fällt man durch das Raster und die Aussichten auf einen guten Arbeitsplatz und finanzielle Sicherheit schwinden immer mehr. Das Denken der Menschen, dass nur gut bezahlte Arbeitsplätze wertvoll sind und einem Anerkennung verschaffen, darf nicht so stark ausgeprägt sein wie man es heutzutage vorfindet. Jede Tätigkeit ist wertvoll, so lange sie in einem legalen Rahmen verläuft. Stellt Euch vor, jeder Mensch, der an einem Fließband arbeitet, legt seine Arbeit nieder, weil er eine abwechslungsreichere Arbeit haben will. Wer füllt dann diesen Arbeitsplatz wieder auf? Meiner Meinung nach niemand, da jeder einen abwechslungsreichen Beruf haben will, mit dem er möglichst viel Geld verdient. Hatte Georg R. etwa diese Aussicht auf eine monotone und aussichtslose Zukunft? Während des Amoklaufs trug er ein T-Shirt mit der Aufschrift „Projekt Schule“.


Ist Georg R. also etwa ein Beispiel dafür, was die Gesellschaft aus Menschen machen kann?  


 
Grafik: Timm Schamberger / ddp
Am 23.09.2009 um 20:10 Uhr von phillu


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  #74   Xandalf 25.09.2009 13:13   
ach hdf wenn er nix dafür kann dass er gemoppt wurde ha wass sagt ihr dazu ihr... der ist nicht dumm#3 der macht nur rache irgendwann reist auch dir deine geduld oder dann laufst hald mal amok aber die schlimmsten siend die schüler der schock ist für sie wichtig weil dann wissen sie wenigsten wass sie angerichtet haben selbst schuld die schüler soll mal nicht mopen dann müssen sie nicht so angst haben dass wer amoklauft nur weil irgendso trottel gedacht haben sie müssen den mopen also
@all HDF!!!!
  #73   Thonixx 25.09.2009 10:53   
@#72:
Richtig so, finde ich auch.

Killerspiele werden immer wieder einfach so als Grund genannt, doch ein "normaler" Killerspiele-Spieler wird nicht einfach so ohne Grund (ausser dass er spielt) ein Amokläufer.
Hinzu kommen Schützenverein, Waffen im Haus, kriminelle Gedanken, psychische Probleme und Mobbing dazu.
Das Mobbing, die Waffen, etc. liessen sich unterdrücken.

Das ist das Problem unserer Gesellschaft.

Aber wenn ich mir das genau überlege, sollte ich auch ein Amokläufer sein, da ich früher immer gedisst wurde und Killerspiele spielte xDDD,,,
  #72   Deathplayer 24.09.2009 22:48   
Wenn die Gesellschaft bzw. die Schüler und auch die Lehrer es schaffen sich gegenseitig nicht mehr nieder zu machen, dann denke ich haben die Menschen es geschafft sich weiter zu entwickeln, aber bevor das passiert wird noch so einige Zeit vergehen.

Es stimmt, Politiker nehmen immer die Killerspiele als Sündenbock, aber was sollen sie auch anderes machen? Wenn sie sagen das die Gesellschaft dran schuld ist, will niemand sie mehr sehen bzw. werden einfach nicht mehr gewählt. Wer will schon jemanden als Regent haben, der meint das die Gesellschaft schuld an allem ist?
Trotzdem ist es nicht in Ordnung immer die Killerspiele zu beschuldigen, mag sein das sie manchmal Gedanken anregen, aber dass Killerspiele der Grund für einen Amoklauf sein soll ist meiner Meinung nach nicht sehr glaubwürdig, die jenigen die einen Amoklauf machen, haben bei weitem mehr Sachen im Kopf als ein Killerspiel.
Schüler werden von anderen Schülern geärgert, geschlagen, niedergemacht und niemand unternimmt etwas, niemand will verletzt werden...alle finden es lustig...außer der Betroffene. Auch wenn er es nicht zeigt, kann es gut sein das er es hasst immer aufgezogen zu werden, aber was soll er tun? Nur so kann er der Gesellschaft angehören.
Sich aus so einer Situation zu befreien ist nicht einfach, schwerer wird es wenn man alle gegen sich hat. Ohne jemanden mit dem man sich unterhalten kann, ausgenommen die Eltern, weiß man oft nicht weiter. Manche flüchten daraufhin in ihre eigene Welt, machen sich ihre eigenen Regeln... Manche schaffen es doch noch sich anerkennung zu verschaffen und in der Gesellschaft aufgenommen zu werden. Manche trauen sich nicht etwas zu riskieren und geben auf dagegen anzukämpfen, werden immer weiter geärgert...

Was Amokläufer für Motive haben? Keine Ahnung, jeder Mensch ist anders... wer versucht sich in Menschen reinzuversetzen kann glück haben und alles richtig deuten...

Am ende denke ich immer noch, das die Gesellschaft schuld ist. Solange keine Generation kommt, in der jeder zufrieden ist, sodass niemand mehr geärgert, geschlagen oder niedergemacht werden musst, wird so etwas leider immer und immer wieder passieren.

Menschen haben schon so einiges geschafft, wie die Glühbirne zu entwickeln, einen Computer zu bauen der einem das Leben erleichtert oder Menschen aufgrund von neuesten Technologien das Leben zu retten. Wenn die Menschen es nun noch schaffen sich gegenseitig nicht mehr zu bekriegen, ob mit einer ganzen Armee oder in einer kleinen Gruppe auf der Straße, dann wird ein neues Kapitel der Geschichte der Menschen aufgeschlagen.

  #71   XIleNce 24.09.2009 22:27   
30% der amokläufer spielen killerspiele
100% essen brot! weg mit dem brot
  #70   Messer-Jack 24.09.2009 21:49   
ich war da denn ich wohne genau ein paar meter von der schule dort weg :( is ganz schön krass was da mit den menschen abgeht aber es liegt ned an killerspiele eigene dummheit !! oder so wie hier im geilen bericht ;) die Gesellschaft!
  #69   xNici 24.09.2009 20:28   
Ach ne und das der damals aus Emsdetten brutaler mobbing opfer war wird bis heute verschwiegen... nur damit die lehrer keinen rufmord bekommen. tzz.
Nein lieber auf die Ballerspiele schieben.
  #68   DrPsYcHo 24.09.2009 19:20   
40 %aller amokläufer spielen killer spiele und 100% essen brot also :D leute die amok laufen haben psyschische probs das liegt ned an den killerspielen aber will ja keiner glauben gut das es dau sogar ne studie gibt
  #67   EiHo 24.09.2009 18:54   
Hip Hop ist schuld daran!
  #66   Kevin1896 24.09.2009 18:13   
#14 agree.
  #65   Robert P 24.09.2009 17:23   
der nächste amokläufer soll ma bitte sein pc mehr fach formatiern und dann nur lern programme drauf haben und das zimmer voller schulbücher vlt verstehn die dann ma das problem. stress und vermeindliche hilflosigkeit sind meiner meinung nach die hauptausschlaggeber für so ein senario
  #64   Systemfehler 24.09.2009 16:49   
Stimme alles zu.
Es sind immer die Killerspiele schuld das stimmt aber nicht!
Es ist das Umfeld und die Eltern.Es gibt viele Faktoren.
Bei uns in der Schule war einer der hatte was mit den Eltern und wurde nur gemobbt und er hatte die Mittel dazu Amok zulaufen und wollte es auch.
  #63   Ecron 24.09.2009 16:17   
Ich meld mich auch mal zwar ziemlich spät aber egal-.-
Ich gebe dem text von vorne bis hinten recht...
  #62   Kauz der Mark 24.09.2009 15:15   
Amen Bruder
  #61   Music-Babe 24.09.2009 14:38   
Total guter Beitrag...
Ich gebe dem text von vorne bis hinten recht!
  #60   Blaze 24.09.2009 14:34   
das kommt nen bisschen spät gestern hab ich dadrüber ne klassenarbeit schreiben müssen (leserbrief in deutsch) der artikel hier hätte mir bestimmt geholfen :D
  #59   HardBase Roene 24.09.2009 14:26   
Wenn normale menschen killerspiele spielen und sich immer mehr von der ´´realen´´ welt abkapseln, freunde verlieren usw. dann fühlen sie sich in einem killerspiel, in dem sie gut sind und erfolg haben, sicher und nicht aufzuhalten... aber sobald dieser mensch realität und ´´cyberspace´´ nicht mehr auseinander halten kann passiert sowas...

es sind zwar bei fast jedem amoklauf killerspiele auf dem pc des täters zu finden aber bei den meisten hat es nichts mit der eigentlichen tat zu tun..

killerspiele sind unreal.. und menschen die das nicht verstehen sind entweder krank oder ´´mof`s´´ ;)...

..der beitrag is echt gut =)

P.S ich bin auch counter strike, dod, fallout 3 zocker und hab immer noch nicht das verlangen jmd umzubringen;) :P scherz

lg

___________________

Schatz? I ♥ You
  #58   DieMaus 24.09.2009 14:22   
Ist euch mal auf gefallen das die leute wo gemobbt werde und auch noch misshandelt werden ein viel größeres risiko sind das die AMOKLAUFEN als ögen jemand anderes? Und die jenigen wo denken die sind besser als anderes und in noch runter machen zu müssen (DAS EIGENTLICHE OPFER) und der dann deswegen zum AMOKLAUFEN wird da durch.

Ich würde mal sagen das der AMOKLAUFEN an erster stelle das eigentliche opfer war und weil in keiner helfen wollte (als er gemobbt wurde) er zum AMOKLAUFEN wir.

Ps. Das sage ich mal aus eigener Erfarung weil ein Freund fast amok gelaufen ist.
  #57   xclusive 24.09.2009 13:12   
Ich finde den Beitrag auf jedenfall anprechend vorallem die stelle wo gesagt wird das Politiker die sogenannten "Killerspiele" als sündenbock nehmen.. Es liegt definitiv nicht daran .. und auch nich weil leute dumm sind.. sondern daran das manche dieser amokläufer wenn nich soagar alle soziale probleme hatten.. Mobbing und so weiter..
Meine meinung dazu ist das immer irgendwie ein Schuldiger gesucht wird.. und dabei sinds die killerspiele. Weiterhin versteh ich das wort amoklauf nicht.. amoklauf ist wenn mal ohne nachzudenken irgendwo hingeht und leute tötet.. das was diese Menschen gemacht haben war geplant.. zumindest teilweise.. also ist das für mich kein amoklauf.
  #56   SalitosFee 24.09.2009 07:15   
ich hab nochnie was von sollchen spielen gehalten ... trotzdem .. einen gewissen einflus habensie schon... d spielen ielöe faktoren eine rolle ...
  #55   BiLbO 24.09.2009 07:02   
Schöner Artikel, dem ist zuzustimmen...
Killerspiele haben rein garnichts damit zu tun.
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